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Bezirksliga 2000 / 2001 Drucken E-Mail


Nach Ablauf  der Vorrunde sollte jedem Spieler, Betreuer, Fan und Vorstand klar geworden sein, dass die alte Weisheit, dass nämlich das zweite Jahr nach dem Aufstieg das Schwerere ist, tatsächlich zutreffend ist.

Im Jubiläumsjahr 2000 wurde viel erreicht. Sage und schreibe 22-mal lag der SV 1960 in der abgelaufenen Saison auf einem Abstiegsplatz, trug sechsmal die rote Laterne, um am Ende doch noch den Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Diese Leistung nötigte Respekt ab! Der  Klassenerhalt gelang, der Ortsmeistertitel gewonnen und schließlich wurde das 40 jährige Vereinsjubiläum würdig begangen.

Zur Vorbereitung der neuen Saison stellten sich die Landesklassisten Schwallungen und Hinternah auf dem Platz „Am Retschenbach“ vor. Der Mannschaftskader für die neue Saison war fast unverändert: Bernd Eschrich, Thomas Hahn, Marcel Rempel, Jens Krause, Andreas Walter, Ralf Ziehn, Maik Hähnlein, Mario Sollmann, Maik Hertha, Jan Happich, Mike Donath, Michael Günther, Ronny Leuthäuser, Mario Lützelberger, Nils Pasztori, C.-P. Fischer und Neuzugang Tobias Müller (Meng.-Hämmern). Zeitweise wurde der Kader durch die Spfr. Steffen Scheidemann und Steffen Pierags aus der II. Mannschaft verstärkt.

Der Auftakt der Saison glich einem Albtraum, denn nach dem Pokal-K.O. beim Hildburghäuser Kreispokalsieger Crock gab es gleich einen Sechserpack in Ummerstadt. Nach einer Nullnummer zu Hause gegen Reurieth gelang genau wie im Vorjahr ein 1:1 auf dem Steinheider Petersberg. Der erste Dreier gelang dann gegen Großbreitenbach - die Fußballwelt in Seltendorf war wieder in Ordnung. Noch mehr, als bei den starken Mellenbachern eine Punkteteilung erzielt werden konnte. Danach aber begann eine schwarze Serie von 5 Niederlagen. Mannschaft und Zuschauer waren enttäuscht, da es in allen Mannschaftsteilen an Harmonie und Abstimmung fehlte. Dazu kamen auch noch eine Reihe von Verletzten und Sperren, was eine konstante Mannschaftsaufstellung verhinderte.

Gegen Themar, als man bereits 3:2 in Führung lag und in Zella-Mehlis mussten jeweils noch sieben Gegentore hingenommen werden. Dies führte dazu, dass der SV 1960 bis ans Tabellenende abrutschte. Und dies gerade eine Woche vor der Festveranstaltung! Es zeichnete die Mannschaft aus, dass sie trotz des Festabends, in Katzhütte fit genug war und durch Jens Krauße, der in der Schlussminute den Ball förmlich mit dem Bauch über die Torlinie drückte, den ersten Auswärtssieg seit langem erkämpfte und so wieder Boden unter den Füßen bekam.

Der zweite Erfolg am Stück gelang gegen Fehrenbach(5:2), ehe in Veilsdorf II (1:2) und bei der Post Suhl (0:1) die Leistung stimmte, aber keine Punkte geholt wurden. Das torlose 0:0 gegen die SG 1951 Sonneberg war eine echte Nullnummer und so lag Seltendorf zur Wendemarke auf Platz 14, welcher gleichbedeutend mit dem Abstieg war.

Vor der Winterpause musste noch gegen Ummerstadt und Reurieth ran. Die Revanche gegen Ummerstadt gelang, nachdem ein 0:2 Rückstand noch in einen Sieg umgewandelt werden konnte. Da das letzte Spiel des Jahres in Reurieth klar mit 0:3 verloren wurde, überwinterten die Seltendorfer genau wie vor Jahresfrist wieder auf einem Abstiegsplatz. Auch in der Halle riss Seltendorf keine Bäume aus, in der Vorrunde war Endstation.

Claus-Peter Fischer schmiedete Pläne für die Frühjahrsrunde, denn er wusste, dass es in der Serie sehr schwer werden würde, das rettende Ufer zu erreichen. Zwar verließ der Mittelfeldspieler Michael Günther die Mannschaft und ging zum SC 09 Effelder, doch die Lücke im Mittelfeld sollte René Siegel, der vom SV Wacker Steinheid an den Retschenbach kam, schließen. Im Trainingslager in Bad Blankenburg wurde erneut sehr hart gearbeitet. Zwar waren die Resultate im Trainingslager durchwachsen, doch dies war für C.P. Fischer zweitrangig. „Die Jungs haben gut gearbeitet und ich hoffe, dass wir in der Endphase der Saison auch das bessere Stehvermögen haben“, so Claus-Peter Fischer vor der Rückrunde.

Das erste offizielle Spiel des neuen Jahres wurde ein Bumerang, denn gegen Steinheid gab es mit 0:5 die höchste Heimniederlage überhaupt in dieser Saison. Als dann auch noch in Großbreitenbach mit 0:4 verloren wurde, das Spiel gegen Mellenbach ausfiel und das nächste Auswärtsspiel am Fuße der Veste Heldburg beim Mitabstiegskonkurrenten SV Eintracht in die Hose ging, wurde die Luft immer dünner. Der Abstand zum rettenden Ufer betrug mittlerweile acht Punkte, es wurde viel gerechnet. Es spricht für die Moral der Mannschaft, die nach einer weiteren Niederlage in Themar fortan eine glänzende Serie hinlegte. Zunächst wurde der TSV Zella-Mehlis nach ganz schwachem Beginn noch mit 3:2 besiegt, ehe beim SV Eintracht Hildburghausen ein torloses Remis gelang. Wie schon in Steinheid hätte der SV 1960 Seltendorf in der Schlussphase einen Dreier entführen können. Der nächste Dreier gelang im Nachholespiel gegen Mellenbach und gegen Katzhütte folgte eine Lehrvorführung beim 6:2-Sieg.

Fünf Spiele vor dem Ende schien die Rechnung von Claus-Peter Fischer Form anzunehmen und nachdem auch noch in Fehrenbach (3:1) gewonnen wurde, rechneten viele Fans damit, dass die Seltendorfer Kicker das rettende Ufer vorzeitig erreichen konnten. Aber als jeder der vielen Fans gegen eine mit dem letzten Angebot angereiste Veilsdorfer Mannschaft einen Sieg erwartete, gab es lange Gesichter. Mit 1:4 gab es eine der wohl schwächsten Heimleistungen der gesamten Serie. Der Druck war somit wieder gewachsen, denn nun zählten nur noch Siege. Im Nachholespiel gegen den SC 09 Effelder gab es einen der größten Zahltage in der Vereinsgeschichte und obendrein einen verdienten Sieg mit 3:1. Es war der erste Sieg der Seltendorfer überhaupt in einem Meisterschaftsspiel gegen den Ortsnachbarn.

Im letzten Heimspiel kam nun der Suhler Postsportverein. Die Gäste waren in dieser Partie die technisch bessere Mannschaft und kontrollierten das Spiel. Seltendorf, ohne N.Pasztori, hatte nur den flinken M.Lützelberger entgegenzusetzen. Dieser schaffte aber die nötigen Räume, um das Spiel noch aus dem Feuer zu reißen. Mann des Tages war in dieser Begegnung Mike Donath, der durch seine drei Treffer die Weichen Richtung Klassenerhalt stellte. Im Kreisderby bei der SG 1951 Sonneberg, die Wolkenrasenkicker waren leider zu diesem Zeitpunkt schon abgestiegen, sollte nun eine weiterer Dreier eingefahren werden. Nach torloser erster Hälfte und einem 1:4-Rückstand gelang Seltendorf die Wende just in der Schlussphase. Mit 5:4 war es nicht nur eines der torreichsten Spiele in der Saison, sondern war dieses Resultat der Rettungsanker. So konnten der SV 1960 Seltendorf auch im zweiten Jahr der Zugehörigkeit zur Bezirksliga den Klassenerhalt erreichen und kann auf die erbrachte Leistung stolz sein.

Statistik:
Eingesetzte Spieler: 22
alle Spiele bestritten: Mario Lützelberger
Höchster Sieg: 6:2 gegen Katzhütte (26.Spieltag)
Höchste Niederlage: 7:1 gegen Zella-Mehlis (9.Spieltag)
Torschützen:
10   Mario Lützelberger
je 6  Ronny Leuthäuser, Jens Krause, Nils Pasztori
je 5  Jan Happich, Mike Donath
je 3  Mike Hertha, Bernd Eschrich
je 2  Maik Hähnlein, C.P. Fischer, Michael Günther, Andreas Walter

Rote Karten:  Andreas Walter (1), Ralf Ziehn (2)
Verwarnungen insg.: 71 (Gelb, Gelb-Rot, Rot)